Die Bil­dungs­part­ner­schaft zwi­schen der Schweiz und Indi­en ver­bin­det Poli­tik, Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen und Wirt­schaft. Ihr gemein­sa­mer Auf­trag ist die Ent­wick­lung beruf­li­cher Fähig­kei­ten und trag­fä­hi­ger Bil­dungs­we­ge.

Die Schweiz bringt Erfah­rung im Zusam­men­spiel von dua­ler Bil­dung, betrieb­li­cher Aus­bil­dung und öffent­li­cher Ver­ant­wor­tung ein. Die indi­schen Part­ner brin­gen ihre Bil­dungs­struk­tu­ren, indus­tri­el­le Exper­ti­se und gesell­schaft­li­chen Ziel­set­zun­gen ein. Gemein­sam gestal­ten sie Bil­dungs­an­ge­bo­te für den indi­schen Kon­text.

Zusammenarbeit als institutioneller Auftrag

Regie­run­gen und zustän­di­ge Behör­den defi­nie­ren Bil­dungs­zie­le und stim­men sie auf den Fach­kräf­te­be­darf ab. Sie schaf­fen die Rah­men­be­din­gun­gen für zugäng­li­che Bil­dungs­an­ge­bo­te und deren Anschluss­fä­hig­keit an den Arbeits­markt. Die Zusam­men­ar­beit för­dert den fach­li­chen Aus­tausch und schafft lang­fris­ti­ge Bil­dungs­part­ner­schaf­ten. Die Umset­zung liegt schliess­lich bei den betei­lig­ten Insti­tu­tio­nen. Sie ver­an­kern die Zusam­men­ar­beit in ihrem Auf­trag, ihrer Pla­nung und ihren Qua­li­täts­pro­zes­sen.

Hier setzt Dua­lEdu Bridge India® an. Das Pro­jekt der Rajen­dra & Ursu­la Joshi Foun­da­ti­on ver­bin­det Schwei­zer Berufs­bil­dungs­exper­ti­se mit der Ent­wick­lungs­ar­beit der Bhar­ti­ya Skill Deve­lo­p­ment Uni­ver­si­ty (BSDU) in Jai­pur. Zu den Auf­ga­ben gehö­ren die Ent­wick­lung von Lehr­plä­nen, die Wei­ter­bil­dung von Lehr­per­so­nen und die Gestal­tung der betrieb­li­chen Aus­bil­dung gemein­sam mit Unter­neh­men.

Eine funk­tio­nie­ren­de Edu­ca­tio­nal Archi­tec­tu­re legt fest, wie eine Insti­tu­ti­on ihren Bil­dungs­auf­trag erfüllt: Wer führt, was gelehrt wird, wie im Betrieb gelernt wird und wor­an Leis­tung gemes­sen wird. Sie klärt eben­so, wie Lehr­per­so­nen qua­li­fi­ziert wer­den und wer die Bil­dungs­qua­li­tät sichert.

Die Edu­ca­tio­nal Archi­tec­tu­re ver­bin­det den Bil­dungs­auf­trag mit der Fähig­keit einer Insti­tu­ti­on, ihn zu erfül­len.

Neue Bil­dungs­mo­del­le müs­sen sich dar­an mes­sen las­sen, wie klar sie die Ver­ant­wor­tung für Aus­bil­dung regeln und wel­che beruf­li­chen Fähig­kei­ten sie nach­weis­lich ent­wi­ckeln.

Das Cur­ri­cu­lum defi­niert Hand­lungs­kom­pe­ten­zen und die Lehr­per­so­nen gestal­ten die dazu erfor­der­li­chen Lern­pro­zes­se. Unter­neh­men über­neh­men Aus­bil­dungs­auf­ga­ben. Leis­tungs­be­ur­tei­lun­gen zei­gen, wie Stu­die­ren­de das Gelern­te in beruf­li­chen Situa­tio­nen anwen­den.

Mass­ge­schnei­der­te Edu­ca­ti­on Reports doku­men­tie­ren ihre Leis­tun­gen und ihren Ent­wick­lungs­be­darf. Die Lei­tung der Bil­dungs­in­sti­tu­ti­on stellt sicher, dass Unter­richt, betrieb­li­che Aus­bil­dung und Leis­tungs­be­ur­tei­lung auf­ein­an­der abge­stimmt und die Zustän­dig­kei­ten klar gere­gelt sind.

Dar­in liegt ein wesent­li­cher Schwei­zer Bei­trag: unter­schied­li­che Bil­dungs­auf­ga­ben zu einer ver­läss­li­chen Kom­pe­tenz­ent­wick­lung zusam­men­zu­füh­ren. Ihre kon­kre­te Aus­ge­stal­tung erfolgt gemein­sam mit den indi­schen Part­nern.

Betriebliche Praxis als Bildungsaufgabe

Wäh­rend eines Intern­ships über­nimmt das Unter­neh­men eine Bil­dungs­funk­ti­on. Stu­die­ren­de wen­den Fach­wis­sen an, bear­bei­ten rea­le Auf­ga­ben und über­neh­men Ver­ant­wor­tung.

Kla­re Lern­zie­le, geeig­ne­te Arbeits­auf­trä­ge und qua­li­fi­zier­te Beglei­tung bestim­men die Aus­bil­dungs­qua­li­tät. Bil­dungs­in­sti­tu­ti­on und Unter­neh­men stim­men ihre Leis­tun­gen ab und beur­tei­len die Lern­fort­schrit­te.

Integrated-Learning-Invironments @BSDU
Inte­gra­ted Lear­ning Envi­ron­ments @BSDU | Gra­phic by Rolf P. Sie­bold.

Das Pro­jekt Dua­lEdu Bridge India® unter­stützt die­se Ver­bin­dung. Kon­tak­te zur Indus­trie eröff­nen Mög­lich­kei­ten für struk­tu­rier­te Intern­ships und die geziel­te Wei­ter­bil­dung von Mit­ar­bei­ten­den. Schwei­zer Aus­bil­dungs­er­fah­rung trifft auf kon­kre­te betrieb­li­che Anfor­de­run­gen.

Denn Aus­bil­dung muss Men­schen befä­hi­gen, beruf­li­che Auf­ga­ben selbst­stän­dig zu lösen. Dafür müs­sen Unter­richt und betrieb­li­che Pra­xis auf­ein­an­der abge­stimmt sein. Alle Betei­lig­ten müs­sen wis­sen, was sie ver­mit­teln und wie sie fest­stel­len, ob es gelernt wur­de.

Der Mass­stab ist die nach­weis­ba­re beruf­li­che Hand­lungs­fä­hig­keit.

WorldSkills als internationale Standortbestimmung

Zwei Stu­die­ren­de der BSDU ver­tra­ten Indi­en an den World­S­kills Shang­hai 2026 in den Dis­zi­pli­nen ICT Net­work Infra­struc­tu­re und Rene­wa­ble Ener­gy. Als welt­weit gröss­te Büh­ne der Berufs­bil­dung (VET) stellt der Wett­be­werb höchs­te Anfor­de­run­gen an fach­li­che Prä­zi­si­on, Selbst­stän­dig­keit und Leis­tung unter Zeit­druck.

WorldSkills Shanghai 2026 - Rankings are Moving
Die Gra­fik zeigt Indi­ens Auf­stieg von Rang 13 auf Rang 10 nach Gesamt­me­dail­len­punk­ten. Die Schweiz bleibt kon­stant auf Rang 3.

Die Aus­wer­tung der ein­zel­nen Wett­be­werbs­leis­tun­gen ermög­licht es nun, kon­kre­te Trai­nings­schwer­punk­te fest­zu­le­gen, Trai­ner zu qua­li­fi­zie­ren und Talen­te gezielt vor­zu­be­rei­ten.

WorldSkills Shanghai 2026 - Team India Medal Winners
Medail­len-Spie­geln von Team-India

Team India gewann sechs Sil­ber­me­dail­len und zwan­zig Medal­li­ons for Excel­lence. Die bei­den BSDU-Stu­die­ren­den ver­tra­ten Indi­en als Mit­glie­der die­ser Natio­nal­mann­schaft.

Berufliche Handlungskompetenz, Zugang und Wirtschaftlichkeit

Ein qua­li­fi­zier­ter Berufs­ein­stieg, Wei­ter­bil­dung und aka­de­mi­sche Ver­tie­fung erfül­len unter­schied­li­che Auf­ga­ben. Durch­läs­si­ge Bil­dungs­we­ge ver­bin­den die­se Mög­lich­kei­ten und eröff­nen wei­ter­füh­ren­de Abschlüs­se.

Bil­dungs­an­ge­bo­te müs­sen für ihre Ziel­grup­pen erreich­bar und dau­er­haft finan­zier­bar sein. Kom­pe­tenz­zie­le, Zugang und Finan­zie­rung müs­sen des­halb gemein­sam geplant wer­den.

Dua­lEdu Bridge India® ver­bin­det die Ent­wick­lung von Bil­dungs­an­ge­bo­ten mit der Qua­li­fi­zie­rung von Lehr­per­so­nen und der Aus­bil­dungs­ar­beit in Unter­neh­men. Der Erfolg die­ser Zusam­men­ar­beit zeigt sich dar­an, was Stu­die­ren­de selbst­stän­dig leis­ten und wel­che beruf­li­chen Wege ihnen offen­ste­hen.


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Sen­den Sie eine E‑Mail an: contact@joshi-foundation.ch

Wir beant­wor­ten Ihre Fra­ge ger­ne.


Rajen­dra and Ursu­la Joshi Foun­da­ti­on / Dua­lEdu Bridge India®

Rolf Sie­bold

Wei­te­re Bei­trä­ge doku­men­tie­ren die Ent­wick­lung von Dua­lEdu Bridge India® sowie den Auf­bau von Indus­try-Inte­gra­ted Prac­ti­ce-Based Hig­her Edu­ca­ti­on im indi­schen Hoch­schul­kon­text. Sie fin­den uns auch auf Lin­ke­din.