Wor­an lässt sich wirk­lich erken­nen, ob ein Aus­bil­dungs­mo­dell trag­fä­hig ist?

In Indi­en steigt der Druck, funk­tio­nie­ren­de Model­le schnell aus­zu­wei­ten. Mit dem wach­sen­den Inter­es­se an dua­len und pra­xis­na­hen Ansät­zen stellt sich die ent­schei­den­de Fra­ge: Trägt die Aus­bil­dung zur Reduk­ti­on des Skills Gap bei – und bleibt die­se Qua­li­tät unter unter­schied­li­chen Bedin­gun­gen sta­bil?

Im Rah­men der India­Skills Com­pe­ti­ti­on 2025–2026 erziel­te das Dua­lEdu Bridge India-Pro­jekt auf natio­na­ler Ebe­ne fol­gen­de Resul­ta­te:

  • Gold in ICT Net­work & Infra­struc­tu­re
  • Sil­ber in Auto­bo­dy Repair
  • Bron­ze in Rene­wa­ble Ener­gy
Student der Bhartiya Skill Development University arbeitet konzentriert mit einem Akkuschrauber und führt eine präzise Montageaufgabe unter realen Trainingsbedingungen aus.
Fokus­sier­te Arbeit an kon­kre­ten Werk­stü­cken zeigt, wie Kom­pe­tenz durch Anwen­dung und Genau­ig­keit ent­steht

Über alle Wett­be­werbs­stu­fen hin­weg – von Regio­nal- und Sta­te-Level bis zur natio­na­len Ebe­ne – erreicht die Bhar­ti­ya Skill Deve­lo­p­ment Uni­ver­si­ty ins­ge­samt 44 Medail­len. Die­se Resul­ta­te zei­gen, dass die auf­ge­bau­ten Kom­pe­ten­zen nicht nur punk­tu­ell vor­han­den sind, son­dern unter ver­gleich­ba­ren Bedin­gun­gen ange­wen­det wer­den kön­nen. Aus­bil­dungs­qua­li­tät wird dadurch sicht­bar und über­prüf­bar.

Damit wird auch sicht­bar, ob Aus­bil­dung tat­säch­lich zur Reduk­ti­on des Skills Gap bei­trägt.

Ein Bil­dungs­sys­tem wird erst dann trag­fä­hig, wenn die­je­ni­gen mit­ver­ant­wor­ten, die spä­ter mit den Ergeb­nis­sen arbei­ten. (Rolf Sie­bold)

Verlässliche Skalierung

Das über­ge­ord­ne­te Ziel ist eine nach­hal­ti­ge Employa­bi­li­ty im Sin­ne von Vik­sit Bha­rat 2047. Die vor­lie­gen­den Ergeb­nis­se zei­gen, dass der Ansatz funk­tio­niert. Ent­schei­dend ist jedoch, ob sich die­se Qua­li­tät auch bei stei­gen­den Teil­neh­mer­zah­len sta­bil hal­ten lässt.

Dabei geht es nicht um die Aus­wei­tung von Pro­gram­men, son­dern um die Fähig­keit, Aus­bil­dungs­leis­tung ver­läss­lich zu repro­du­zie­ren. Nur dann kann Aus­bil­dung den Skills Gap nicht punk­tu­ell adres­sie­ren, son­dern sys­te­ma­tisch redu­zie­ren. Vor­aus­set­zung dafür sind Auf­ga­ben, die sich an rea­len Anfor­de­run­gen der Indus­trie ori­en­tie­ren, klar defi­nier­te Leis­tungs­an­for­de­run­gen und eine Bewer­tung, die sich am erziel­ten Ergeb­nis aus­rich­tet.

Die Ori­en­tie­rung an indus­tri­el­len Arbeits­pro­zes­sen ist dabei zen­tral, da sie fest­legt, was als Leis­tung gilt. In die­sem Rah­men arbei­ten Bil­dungs­spe­zia­lis­ten der Rajen­dra und Ursu­la Joshi Foun­da­ti­on JCF gemein­sam mit indi­schen Fach­kräf­ten dar­an, Aus­bil­dungs­in­hal­te kon­se­quent an den Anfor­de­run­gen des Arbeits­markts aus­zu­rich­ten.

So ent­steht schritt­wei­se eine belast­ba­re Struk­tur, in der Aus­bil­dungs­qua­li­tät nicht vom Ein­zel­fall abhängt, son­dern ver­läss­lich gewähr­leis­tet wird.

Der Skills Gap lässt sich jedoch nur dann nach­hal­tig redu­zie­ren, wenn die Indus­trie struk­tu­rell in die Aus­bil­dung ein­ge­bun­den ist und Ver­ant­wor­tung über­nimmt.

Internationale Erfahrung mit Systemskalierung

Ein Blick auf eta­blier­te dua­le Sys­te­me zeigt, dass Ska­lie­rung nicht über Geschwin­dig­keit ent­steht, son­dern über Ver­läss­lich­keit in der Umset­zung. Pro­gram­me wer­den nicht ein­fach aus­ge­wei­tet, son­dern ent­lang kla­rer Anfor­de­run­gen wei­ter­ent­wi­ckelt.

Indi­en ver­folgt einen dyna­mi­schen Aus­bau, was zusätz­li­chen Druck auf die Qua­li­tät der Umset­zung erzeugt. Umso wich­ti­ger ist es, Feh­ler zu ver­mei­den, Anfor­de­run­gen ein­deu­tig zu defi­nie­ren, Auf­ga­ben ver­gleich­bar zu gestal­ten und Ergeb­nis­se nach­voll­zieh­bar zu machen.

Auf die­ser Grund­la­ge kann Leis­tung unab­hän­gig von Ort und Per­son erbracht wer­den. Die­se Ver­gleich­bar­keit schafft Ver­trau­en bei Ler­nen­den und Unter­neh­men.

Skalierung als wirtschaftlicher Faktor

Wenn Aus­bil­dungs­leis­tung unter ver­gleich­ba­ren Bedin­gun­gen ver­läss­lich ent­steht, ver­än­dert sich ihre Bedeu­tung für den Arbeits­markt. Unter­neh­men kön­nen sich dar­auf ver­las­sen, dass Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten über die Fähig­kei­ten ver­fü­gen, die im Betrieb benö­tigt wer­den.

Dadurch ver­kür­zen sich Ein­ar­bei­tungs­zei­ten, und Pro­duk­ti­vi­tät wird schnel­ler erreicht. Beson­ders wirk­sam wird die­ser Ansatz dort, wo Unter­neh­men aktiv in die Aus­bil­dung ein­ge­bun­den sind.

Mit dem Indus­try Men­tor Trai­ning (IMT) wird die­se Ver­bin­dung struk­tu­riert. Unter­neh­men über­neh­men eine kla­re Rol­le im Aus­bil­dungs­pro­zess und sichern damit die Pra­xis­nä­he der Kom­pe­tenz­ent­wick­lung.

Fazit

Ska­lie­rung ist eine Fra­ge der Ver­läss­lich­keit. Nur ver­läss­li­che Aus­bil­dungs­qua­li­tät redu­ziert den Skills Gap nach­hal­tig.

Die Ergeb­nis­se der India­Skills Com­pe­ti­ti­ons zei­gen, dass das Pro­jekt Dua­lEdu Bridge India trag­fä­hi­ge Ansät­ze bereit­stellt. Ent­schei­dend ist, die­se Qua­li­tät unab­hän­gig von Kon­text und Umset­zung sta­bil zu hal­ten.

Erst dann ent­steht eine Bil­dungs­struk­tur, die Aus­bil­dungs­leis­tung nach­hal­tig ermög­licht.


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JCF Pro­gram­me Team
Rajen­dra and Ursu­la Joshi Foun­da­ti­on / Dua­lEdu Bridge India

Rolf Sie­bold

Wei­te­re Ein­bli­cke in die Ent­wick­lung von Skill Uni­ver­si­ties und pra­xis­ori­en­tier­ter Hoch­schul­bil­dung fin­den Sie auf der Lin­ke­dIn-Sei­te von Dua­lEdu Bridge India.